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«Ich will ein Stück meiner Erfahrung weitergeben.»

Aktualisiert: Sept 7

Der FC Breitenbach setzt ein Zeichen und unterstreicht die Bedeutung seiner Frauenabteilung. Den Verantwortlichen ist es gelungen, Ilona Kirchhofer als Leiterin zu gewinnen. Die ehemalige FC Breitenbach Spielerin wird das Amt als Leiterin Frauen per sofort übernehmen. In einem kurzen Interview mit Sven Gloor äussert sich Ilona Kirchhofer über ihre Vergangenheit beim FC Breitenbach, über die Beweggründe ihrer Rückkehr und ihre Ziele, die sie im Rahmen ihres Engagements verfolgt.

Sven Gloor: Erkläre doch bitte kurz, wer du bist.

Ilona Kirchhofer: Ich heisse Ilona Kirchhofer und bin 34 Jahre alt. Lange spielte ich beim FC Breitenbach Fussball. Als ich damals, ich war zirka 15 Jahre alt, begann, gab es noch keine Juniorinnen. Deshalb kam ich direkt in die erste Mannschaft, wo ich unter anderem mit Evi Marti im Team war. Mein erster Trainer war Christian Zeugin, unter dem ich einige Jahre gespielt habe, bevor ich dann nach Therwil wechselte. Dort schafften wir den Aufstieg von der 1. Liga in die Nationalliga B. Nach einigen Jahren hörte ich dann mit dem Fussball auf.


Was waren die Gründe für den Rücktritt?

Bis zu fünf Mal Training in Therwil und die stete Reiserei am Wochenende waren mir zu viel. Schliesslich waren wir in einem Grossteil der Schweiz unterwegs. Diesen zeitlichen Aufwand wollte ich nicht mehr stemmen. Doch bald schon merkte ich, dass mir der Fussball fehlt. Also suchte ich eine neue Herausforderung im Beachsoccer und landete bei den Chargers in Liestal. Dort spielte ich, bis der Verein aufgelöst wurde.


Doch bald schon merkte ich, dass mir der Fussball fehlt.

Warum zieht es dich nun zum FC Breitenbach zurück?

Es ist eine Rückkehr zu dem Verein, bei dem ich mit Fussball angefangen habe. Damals wurde auch die Juniorinnen-Abteilung aufgebaut. Der FC Breitenbach startete mit einer C- und B-Juniorinnen-Mannschaft, was für die Frauenabteilung damals sehr wichtig war. Natürlich war ich auch an vielen Spielen im Grien als Zuschauerin dabei. Niemals hätte ich aber damals damit gerechnet, dass ich irgendwann eine leitende Funktion im Verein übernehmen würde.


Was sind die genauen Beweggründe für dein Engagement?

Ich freue mich, dass ich die Frauen bei ihrem Hobby unterstützen kann. Ich weiss noch, wie es war, als ich begonnen habe. Als ich mit dem Fussballspielen begann, wurde der Frauenabteilung kaum Beachtung geschenkt. Im Moment weiss ich zwar noch nicht genau, was auf mich zukommen wird. Aber ich denke, dass es darum gehen wird, den Mädchen und Frauen einen guten Rahmen zu bieten, damit sie sich auf den Fussball konzentrieren können. Auch hoffe ich, ihnen ein Stück meiner Erfahrung weitergeben zu können. Ein Ziel muss sein, dass wir bei den Frauen zwei Aktivteams und sicherlich ein Juniorinnen FF-19-Team melden können. Also brauchen wir genug Spielerinnen, vor allem bei den Juniorinnen. Diese bilden unser Fundament. Genug Spielerinnen zusammenzubringen, sollte möglich sein, weil es in der Region nicht viele andere Frauenteams gibt.


Als ich mit dem Fussballspielen begann, wurde der Frauenabteilung kaum Beachtung geschenkt. Ich denke, dass der FC Breitenbach mit dem Projekt «UEFA-Playmakers» zeigt, dass ihm auch die Frauen wichtig sind.

Du hast nun bereits einige Ziele genannt. Möchtest du noch etwas ergänzen?

Natürlich würden wir uns irgendwann über einen Aufstieg der ersten Frauenmannschaft freuen. Doch dafür benötigen wir, wie schon gesagt, eine gute Juniorinnenabteilung. Ich denke, dass der FC Breitenbach mit dem Projekt «UEFA-Playmakers» zeigt, dass ihm auch die Frauen wichtig sind. Also haben wir gute Voraussetzungen, um unsere sportlichen Ziele dereinst zu erreichen.






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