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Jahresbericht des FC Breitenbach 22/23

Aktualisiert: 18. Aug. 2023



«Oftmals muss man am Ende stehen, um den Anfang zu sehen.»


Nach vier Jahren FC Breitenbach heisst es für mich, so langsam Abschied zu nehmen. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die den FC Breitenbach und mich während dieser Zeit begleitet und unterstützt haben. Es war eine sehr schöne, spannende und lehrreiche Zeit. Den FC Breitenbach wieder zurück in die lang ersehnte Stärke führen zu können, war mir eine Ehre. Doch jetzt erst mal zu meinem Bericht.


Damit ich eine Lagebeurteilung über unseren Verein machen kann, möchte ich an den Anfang zurückblicken: Als ich damals zum FC Breitenbach zurückgekommen bin, habe ich als Präsident die Führung und Leitung des Vereins mit der dazugehörenden Verantwortung übernommen. Es gab damals wenige Personen im und um den Verein, die an das Projekt 2025 und deren Ziele und Vorstellungen geglaubt haben und etwas damit anfangen konnten. Wie so oft, wenn «neue» Leute was bewegen und eine neue Geschichte schreiben wollen, gibt es Gegenwind, intern und extern. Am lautesten hört man die Pessimisten, die Neider und die, welche sowieso immer alles besser wissen und sich selbst nicht an die eigenen Regeln halten. Genau diese Personen motivieren und spornen noch mehr an, Vollgas zu geben und bestätigen den eingeschlagenen Weg.


Genau diese Personen motivieren und spornen noch mehr an, Vollgas zu geben und bestätigen den eingeschlagenen Weg.

Nun ja, ein Leben in der Komfortzone mag auf den ersten Blick erstrebenswert erscheinen. Doch auf Dauer kann sie uns in eine trügerische Sicherheit wiegen, die uns daran hindert, unsere persönlichen Fähigkeiten und Talente zu entfalten. Jeder von uns hat ein großes Potenzial, das nur darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Der FC Breitenbach war damals nicht nur in einem Tiefschlaf. Fast niemand ausserhalb des Vereins hat sich für den FCB interessiert und eingesetzt. Es brauchte Veränderungen, um aus dem Schlaf geweckt und um wieder draussen in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden, damit der FC Breitenbach wieder als Verein an Attraktivität und Glaubwürdigkeit gewinnen konnte. Ich verstehe zwar, dass man sich in der Komfortzone wohl und sicher fühlt, es ist ja auch bequem und man kann vermeintlich nichts falsch machen. Wir alle handeln schliesslich nach bekannten Routinen und haben die Gewohnheit, immer dieselben Dinge zu tun. Doch diese Sicherheit kann uns in schlechte Gewohnheiten verfallen

lassen, die uns daran hindern, neue Erfahrungen zu machen und uns persönlich weiterzuentwickeln. Wir neigen dann zur Faulheit und scheuen uns vor Veränderungen. Wir verwalten nur noch und nichts Neues kann entstehen. In dieser Verfassung habe ich in etwa den FC Breitenbach vorgefunden.

Wenn wir es jedoch schaffen, diese Komfortzone zu verlassen, treten wir in die sogenannte Angstzone ein. Wir suchen nach Ausreden und Auswegen, um den neuen Herausforderungen zu entkommen. Wir sind unsicher und haben Angst, wenn wir uns neuen Aufgaben stellen müssen. Dieses Muster fällt mir auch heute noch nach vier Jahren auf. Doch die Angstzone ist auch eine Chance, uns neuen Erfahrungen zu stellen und daraus zu lernen und somit in eine nächste Zone überzutreten. Dies gilt im Geschäfts- wie auch im Privat- und eben auch im Vereinsleben.

Die Angstzone ist auch eine Chance, uns neuen Erfahrungen zu stellen und daraus zu lernen und somit in eine nächste Zone überzutreten.

Die Lernzone ist der Ort, an dem wir neue Fähigkeiten erlernen und unsere Kompetenzen erweitern können. Wir nehmen neue Herausforderungen an und sammeln wertvolle Erfahrungen. Diese Erfahrungen stärken unser Selbstvertrauen und geben uns ein Gefühl von Lebendigkeit. In der Lernzone lernen wir nicht nur etwas Neues, sondern wir erweitern auch unsere Sichtweise auf die Welt um uns herum. Der FC Breitenbach befindet sich aktuell meiner Meinung nach in dieser Lernzone. Wer meint, dass wir nun angekommen sind –


nur weil die 1. Mannschaft Herren seit 14 Jahren wieder in der 2. Liga regional spielt oder unsere D-Junioren das erste Mal überhaupt (oder zumindest schon sehr lange nicht mehr) in der höchsten Stärkeklasse mitgewirkt haben oder in der Frauenabteilung nun auch eine vielversprechende Struktur aufgebaut wurde –


der täuscht sich leider. Wir sind heute erst dort, wo wir seit langem hingehören und von den meisten Leuten im und um den Verein schon lange erwartet wurde. Die sogenannte «extra Meile» muss erst noch gegangen werden. Es ist wie auf dem Fussballplatz; Wenn du denkst, dass du gut genug bist und im Spiel nicht mehr alles geben musst, dann verlierst du, zumindest im Kopf. In den letzten Wochen habe ich oftmals gesagt, dass wir im Verein vieles richtig gemacht haben, doch eben nicht alles. Es gibt Leute, die meinen, es reiche, wenn man die Stärken weiter ausbaut, um sich zu verbessern und sich weiterzuentwickeln. Ich sehe das anders. Denn an den Schwächen sollen wir uns messen, denn an denen wachsen wir.

Die sogenannte «extra Meile» muss erst noch gegangen werden.

Wer nicht an seinen Schwächen arbeitet, wird es nicht nach oben schaffen. Da nützt es auch nicht wegzuschauen, denn die Schwächen holen uns eines Tages ein. Am Ende kommen wir schließlich in die letzte Phase. In dieser gewinnen wir an Selbstvertrauen und können unsere Stärken und Kompetenzen weiter ausbauen. Wir setzen uns neue Ziele und sind oft in der Lage, diese zu erreichen. Unser Selbstvertrauen und unsere Selbstsicherheit sind hoch und wir haben gelernt, Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Diese Zone nenne ich die Wachstumszone. Dorthin «muss» der FC Breitenbach.

Insgesamt kann ich sagen, dass alle Zonen nie ohne Rückschläge erreicht werden. Das Verlassen der Komfortzone ist jedoch ein wichtiger Schritt, um persönliches Wachstum und Erfolg zu erreichen. Es erfordert Mut und die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen. Die Belohnung dafür kann groß sein, da man neue Fähigkeiten erlernt, Selbstvertrauen gewinnt und letztendlich die eigene Entwicklungszone erweitert. Der FC Breitenbach hat vor vier Jahren diese Komfortzone verlassen und die meisten Zonen und Phasen durchgemacht. Wir hatten uns für einen anderen und neuen Weg entschieden. Bekanntlich braucht es auf jedem langen Weg immer zuerst einen ersten kleinen Schritt. Seither wurden viele Schritte gemacht und es gab keine Abkürzungen.


Wie hat sich der Verein in den Mitgliederzahlen entwickelt? «Facts & Figures»:

2019

​2020

2021

2022

2023 (Juli)

​Ehrenpräsident

​1

1

1

1

1

​Ehrenmitglieder

22

22

24

24

23

​Freimitglieder

10

10

10

9

12

​Aktivmitglieder

80

84

78

92

107

​Passivmitglieder

68

72

69

78

79

Junioren / Juniorinnen

​182

174

178

250

274

​Supporter

40

40

38

36

25

Donatoren

2

2

2

1

2

Super-Donatoren

26

26

​Total

395

405

400

517

549



Die Entwicklung der Mitgliederzahlen ist erfreulich. In der Saison 2019/2020 bis Juli 2023 sind total netto 154 neue Mitglieder dazugestossen. Steigerung um netto 39 %.

Vor ziemlich genau drei Jahren wurde ich an dieser Stelle gefragt, was denn unsere Ziele sind. Ich hatte geantwortet, dass wir die 1. Mannschaft Herren in die 2. Liga zurückführen möchten, weil unser «Eins» das Flaggschiff und Aushängeschild ist. Gleichzeitig wollen wir unsere Juniorenabteilung vorwärtsbringen und uns in der Region in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen einen Namen machen, weil sie die Basis und das Fundament jedes Fussball-Vereins bildet. Und

natürlich möchten wir als Gesamt-Verein nicht nur zahlenmässig wachsen und mit gut ausgebildeten Trainern*innen die sportlichen und sozialen Kompetenzen weiter ausbauen und stärken.


Gleichzeitig wollen wir unsere Juniorenabteilung vorwärtsbringen und uns in der Region in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen einen Namen machen, weil sie die Basis und das Fundament jedes Fussball-Vereins bildet.

Dazu noch ein paar Infos: Die Anzahl Trainer*innen sind in der Saison 2019/2020 von ca. 30 auf heute 59 angestiegen (inklusive Hilfstrainer*innen, 1418-Coaches, Playmakers-Coaches), die Anzahl Mannschaften (inklusive Junioren- und Seniorengruppierung) in der Saison 2019/2020 von 18 auf heute 22. In der Anzahl Junioren*innen von 274 in der Saison 2022/2023 sind die 14 Playmakers, die noch nicht Vereinsmitglieder sind, nicht eingerechnet. In der Anzahl Aktiv-Mannschaften (inklusive Seniorengruppierung) sind wir von 6 auf 7 gewachsen. Ein deutlich

eindrücklicher Vergleich, wie wir gewachsen sind, lässt sich anhand der Mitgliederzahlen im sehr wichtigen Kinderfussball (G-D, FF12 / FF15) machen:

  • Saison 2019/2020 rund 105 Junioren*innen. Im Juni 2023: 180 Junioren*innen (inklusive 14 Playmakers). Steigerung um netto 71 %.

  • Saison 2019/2020: rund 18 Trainer*innen. Im Juni 2023: 39 Trainer*innen (inkl. Hilfstrainer*innen, 1418-Coaches, Playmakers-Coaches). Steigerung um netto 117 %.

Ich überlasse euch die Interpretation der Zahlen. Seit über zehn Jahren nun hat auch wieder ein Trainingslager für unsere Junioren*innen stattgefunden. In Bellwald haben sich über 50 Kinder eine Woche lang fussballerisch und persönlich weiterentwickeln können. Von Eltern und unseren Junioren*innen haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten. Das nächste Sommerlager ist darum nun wieder in Planung, es geht nächstes Jahr nach Urnäsch ins Appenzell. Mehr Informationen folgen.

Für die Bereiche Junioren, Sport und Frauen werden nachher Zischi, Björn und Daria berichten.


Das nächste Sommer-Lager ist darum nun wieder in Planung, es geht nächstes Jahr nach Urnäsch ins Appenzell.

Ich bin jetzt mit meinem Bericht fast am Ende und wie eingangs geschrieben, muss man oft am Ende stehen, um den Anfang zu sehen. Und so stehe ich nun am Ende meiner Präsidentschaft und habe einen klaren Blick, um die letzten FCB-Jahre einzuordnen und auch einen klaren FCB-Blick nach vorne. Ich sehe, was es noch braucht.

Eine neue Zeit steht nun bevor und ich wünsche meinen Vorstandskollegen und meiner Vorstandskollegin viel Selbstvertrauen, damit sie sich den diversen Herausforderungen stellen können.

Mit einem lachenden und weinenden Auge kann ich einen soliden, gesunden und erfolgreichen FC Breitenbach, der noch für viele positive Überraschungen sorgen kann, an meine Nachfolger übergeben.


Ein grosses Dankeschön nochmals an euch alle und von Herzen wünsche ich euch Gesundheit, Zuversicht und viel Freude im Leben.

Andreas Hug, Präsident








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